Auch im Jahr 2025 setzte sich die angespannte wirtschaftliche Lage in der Glasindustrie fort. Die Produktionsmenge ging um 0,9 Prozent zurück, der Umsatz sank um 4,8 Prozent auf insgesamt 10,71 Mrd. Euro (2024: 11,26 Mrd. Euro).
Sowohl im Inland als auch im Ausland war die Umsatzentwicklung rückläufig: Im Inland verringerte sich der Umsatz um 4,1 Prozent auf 6,26 Mrd. Euro (2024: 6,53 Mrd. Euro), im Ausland um 5,8 Prozent auf 4,46 Mrd. Euro (2024: 4,73 Mrd. Euro). Auch die Zahl der Beschäftigten sank weiter und lag 2025 bei rund 51.000 (minus 4,9 Prozent).
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Der Außenhandel mit Glaswaren umfasst sowohl das Auslandsgeschäft der Glasindustrie als auch das von Glashändlern, die nicht selbst produzieren. Die deutschen Ausfuhren aus Deutschland spiegeln daher die Auslandsumsätze beider Gruppen wider.
Im Jahr 2025 gingen 63,0 Prozent der Glasexporte aus Deutschland in die Europäische Union. Gleichzeitig exportierte die EU mehr als die Hälfte ihrer Glaswaren (58,8 Prozent) nach Deutschland. In einzelnen Teilbranchen der Glasindustrie liegen die Export- und Importanteile teils deutlich höher.
Der Exportwert von Glaswaren ging im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr etwas zurück (minus 0,2 Prozent) und lag bei 8,76 Mrd. EUR (2024: 8,77 Mrd. EUR). Der Exportanteil der Glashandelsunternehmen, bezogen auf den Gesamtexport, lag bei 49,1 Prozent (2024: 46,0 Prozent). Der Wert der Exporte des Glashandels betrug 4,30 Mrd. EUR (2024: 4,04 Mrd. EUR). Die Gesamtausfuhrquote1 stieg leicht, auf 58,3 Prozent (2024: 57,3 Prozent).
Der Exportüberschuss (die Differenz zwischen Ein- und Ausfuhr) der deutschen Glasindustrie und des Glashandels lag im Jahr 2025 bei 1,10 Mrd. EUR und fiel damit um 30,4 Prozent sehr viel geringer aus als im Jahr 2024 (1,56 Mrd. EUR). Neben der EU waren Asien (12,6 Prozent) und Amerika (10,2 Prozent) wichtige Absatzmärkte. Die Reihe der wichtigsten Ausfuhrländer, bezogen auf den Anteil am Gesamtexportwert, führt Frankreich an (11,2 Prozent), es folgen die die USA (8,1 Prozent), die Niederlande (7,5 Prozent), Polen (5,9 Prozent), Italien (5,8 Prozent), Österreich (5,6 Prozent), Belgien und die Schweiz (beide 5,3 Prozent).
[1] Die Ausfuhrquote wurde im Vergleich zu den BV Glas Jahresberichten bis 2010 neu definiert.
Der Importwert betrug im Jahr 2025 7,66 Mrd. EUR und war damit 6,5 Prozent höher als im Jahr 2024 (7,20 Mrd. EUR). Die Gesamteinfuhrquote betrug 55,0 Prozent (2024: 52,4 Prozent). Wichtigstes Einfuhrland war zum 17. Mal in Folge China mit einem Importanteil von 17,1 Prozent. Als Zweitplatzierter rangierte dahinter im Jahr 2025 erneut Polen (10,9 Prozent), gefolgt von den USA (8,7 Prozent). Darauf folgen die Tschechische Republik (8,4 Prozent), Frankreich (6,4 Prozent) und Belgien (5,9 Prozent). Neben den Importen aus der EU (58,8 Prozent) spielten im Jahr 2025 Einfuhren aus Asien (23,8 Prozent) und Amerika (9,3 Prozent) eine große Rolle.