ETS: BV Glas und 14 weitere Verbände wenden sich an Bundesregierung

Gemeinsam mit 14 weiteren Industrieverbänden habt sich der BV Glas mit einem Brief an die Bundesregierung gewandt. Die Forderung: Die geplante Verknüpfung der kostenlosen Zuteilung im EU-Emissionshandel mit zusätzlichen Investitionspflichten muss überdacht werden.

Denn die Grundannahme hinter diesem Ansatz ist aus Sicht des BV Glas falsch: Unternehmen erhalten durch die kostenlose Zuteilung kein zusätzliches Kapital, das anschließend für Investitionen eingesetzt werden könnte. Sie werden lediglich teilweise von CO₂-Kosten entlastet, die Wettbewerber an vielen außereuropäischen Standorten in dieser Form nicht tragen müssen.

Für die energieintensive Glasindustrie ist das von entscheidender Bedeutung. Die Unternehmen stehen vor erheblichen Investitionen in die Transformation ihrer Produktionsprozesse. Dafür brauchen sie verlässliche Rahmenbedingungen, wettbewerbsfähige Energiepreise und wirksamen Carbon-Leakage-Schutz – keine zusätzlichen Investitionsvorgaben, die diesen Schutz an weitere Bedingungen knüpfen.

Klimaschutz und industrielle Wettbewerbsfähigkeit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wenn die Transformation der Industrie in Europa gewollt ist, müssen Investitionen hier auch wirtschaftlich möglich bleiben.

 

Kontakt

Bundesverband Glasindustrie e.V.
Hansaallee 203
40549 Düsseldorf

Telefon: +49 (0)211/ 902278 - 20
E-Mail: info(at)bvglas.de
Internet: www.bvglas.de

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