Glasindustrie in Deutschland auf Wachstumskurs

Positiver Trend bei Umsatz und Beschäftigen bestätigt sich

Düsseldorf. Die vorläufige Bilanz der Glasindustrie für das Jahr 2016 fällt positiv aus: Der Umsatz stieg um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 9,4 Mrd. EUR an. Mit diesem Ergebnis liegt die Glasindustrie im Trend der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Wie sich bereits zum Halbjahr 2016 abzeichnete, zieht in vielen Branchen der Glasindustrie auch der Inlandsumsatz wieder an, so dass die Wachstumsimpulse nicht mehr ausschließlich aus dem Auslandsgeschäft kommen. Der Auslandsumsatz verzeichnete ein Plus von 5,2 Prozent und lag damit bei 3,79 Mrd. EUR. Der Inlandsumsatz legte um 0,5 Prozent auf 5,61 Mrd. EUR zu. Die Beschäftigungszahlen stiegen um 0,2 Prozent an und liegen bei rund 53.000 Mitarbeitern.


Die vorläufige Gesamtbilanz für das Jahr 2016 zeigt: Der positive Trend aus dem 1. Halbjahr 2016 setzt sich auch im Gesamtjahr fort. Nahezu alle Branchen verzeichnen ein Umsatzplus, lediglich die Flachglashersteller sowie der Bereich Hohlglas schlossen das Gesamtjahr mit einem leichten Minus ab.


Spitzenreiter im Umsatzwachstum ist die Glasfaser-Branche: Das Segment wuchs insgesamt um 10,9 Prozent auf 980 Mio. EUR. Auch die Spezialglasindustrie konnte kräftig zulegen: Der Gesamtumsatz stieg auf 1,45 Mrd. EUR (plus 6,9 Prozent). 


Der Gesamtumsatz bei den Flachglasherstellern sank um 2,9 Prozent auf 982 Mio. EUR. Die Entwicklung im In- und Ausland ist dabei unterschiedlich: Im Inland betrug das Minus 13,8 Prozent (466 Mio. EUR), während der Auslandsumsatz mit 9,3 Prozent (514 Mio. EUR) ein deutliches Wachstum generierte. Eine positive Bilanz ziehen dagegen die Flachglasveredler mit einem Plus von 3,6 Prozent und einem Gesamtumsatz von 3,69 Mrd. EUR. 


Die konsumnahe Hohlglasindustrie, die sich aus den Segmenten Behälterglas, Wirtschaftsglas und sonstigem Hohlglas zusammensetzt, folgt ebenfalls dem Halbjahrestrend 2016: Mit einem Minus von 2,1 Prozent und einem Gesamtumsatz von 2,33 Mrd. EUR schließt sie das Jahr 2016 mit einem leicht negativen Ergebnis ab. 


„Die Gesamtbilanz 2016 bestätigt den positiven Trend. Wir können vermelden, dass die Lage der Glasindustrie insgesamt stabil ist. Nicht zuletzt hat sie dies der Zukunftsfähigkeit des Werkstoffes Glas zu verdanken, der sich nicht nur in den Bereichen Elektronik und Kommunikation zeigt“, sagt Dr. Frank Heinricht, Präsident des Bundesverbands Glasindustrie e. V. „Auch Vorzeige-Bauprojekte wie die Hamburger Elbphilharmonie, in der in diesem Jahr auch der Trendtag Glas stattfinden wird, zeigen, dass Glas in der Fassade einen großen Einfluss auf die Ausstrahlung von solch ambitionierten Projekten hat.“ 

 

Der Bundesverband Glasindustrie e.V. vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen der Glas herstellenden Industrie in Deutschland. Dazu zählen die Bereiche Flachglas, Behälterglas, Glasfasern, Spezialglas sowie Glasbearbeitung und -veredelung. Der Branche gehören rund 400 Betriebe mit rund 53.000 Beschäftigten an. Der Gesamtumsatz betrug 2016 rund 9,4 Milliarden Euro.

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